Beiträge zur Naturgeschichte der Wildtierdressur

Willkommen: Davon soll die Rede sein!

Auf den folgenden Seiten stelle ich Ihnen meine Beiträge zur Naturgeschichte vor. Diese beinhalten die folgenden Arbeiten:

  • eine wissenschaftliche Studie, welche in enger Kooperation mit dem Zoologen und Privatdozenten Dr. Udo Gansloßer entstanden ist. Das im Schüling-Verlag erschienene Buch trägt den Titel "Delphine, Menschen und Delphinhaltung",

  • einen zweiteiligen Reisebericht zur Walhaltung in Japan, welcher bei "Zoo Grapevine & International Zoo News" veröffentlicht worden ist, sowie

  • Thesen zur Zukunft des Zirkus mit Wildtieren, ein resümierender Abschluss, anschließend an ein vormaliges politisches Engagement für die Wildtierhaltung im Zirkus, da ich mich fortan auf die Haltung mariner Säugetiere in stationären Einrichtungen konzentrieren werde.

Der Begriff "Naturgeschichte" ist dabei in Anlehnung an den Zoologen Adolf Portmann zu verstehen. Portmann hat, ähnlich wie auch Heini Hediger und Ernst Mayr, die Ansicht vertreten, dass sich eine zoologische Forschung nicht auf physikalisch-chemische (der Mathematik) entlehnte Methoden reduzieren lässt. Vielmehr ergänzen notwendige Messungen zoologische Beobachtungen und Beschreibungen sowie darauf aufbauende Konzepte.

Neben wissenschaftsparadigmatischen Grundsatzfragen, wie sie v. a. von Portmann und Mayr erörtert worden sind, gehören zu den Errungenschaften einer naturhistorischen Zoologie die Begründung der Tiergartenbiologie durch Heini Hediger sowie ein evolutionsbiologischer Grundsatzdiskurs, wie er von Ernst Mayr entfaltet worden ist.

Insbesondere Portmann hat sich eine naturhistorische Zoologie zunutze hat, um auch ideologiekritisch zu wirken, d. h. eine analytische Ebene in den zoologischen Forschungsprozess einzubeziehen, der die Zoologie vor einer naiven Übertragung menschlicher Dogmen auf die nicht-menschliche Umwelt mit ihren nicht-menschlichen Tieren hat bewahren sollen.

Für mich als Erziehungswissenschaftler, den v. a. die Frage nach der zoologischen Bildung interessiert, sind die genannten Ansätze nicht zuletzt darum bedeutsam, weil sie es ermöglichen, die Frage nach den Beziehungen zwischen Menschen und nicht-menschlichen Tieren auf eine reflektierte Art und Weise zu diskutieren, ohne dabei jedoch die Sinnfrage aus dem Auge zu verlieren. Letztere ist vielmehr der Brennpunkt, anhand dessen immer wieder überprüft werden kann, ob der Forscher nicht doch möglichen Dogmen anheimfällt.

Dennis Wilhelm